Lange war es bereits angekündigt, das Panda-Update von Google, mit dem die Suchmaschine zukünftig qualitativere Suchergebnisse liefern soll. Jetzt ist es da, und der 12. August 2011 dürfte für einige Seitenbetreiber als Black Friday in Erinnerung bleiben.
Lediglich die Sprachen Chinesisch, Japanisch und Koreanisch sind nicht betroffen. Da testet Google noch. Böse Zungen behaupten, dass die betroffenen Länder sowieso nur kopieren, und somit kaum hochwertige Webseiten vorweisen können, was Googles Einnahmen deutlich schmälern würde.
In Deutschland wirkt das Panda-Update sogar soweit, dass minderwertiger Content nicht nur aus dem Index fliegt, sogar der Autor verflüchtigt sich aus dem Land, wie am Beispiel des Ex Doktors und Ex Verteidigungsminister KTG zu sehen ist.
Spaß beiseite – wie wirkt das Panda Update wirklich?
So tragisch die Terror-Attacke von Norwegen auch ist, das, was die Politik hierzulande einmal mehr für abstruse Vorstellungen darüber hat, wie terroristische Anschläge im Internet geboren und verbreitet werden, zeigt, dass die Herrschaften nicht die leiseste Ahnung vom Web 2.0 haben. Schlimmer noch, sie stellen Behauptungen auf, die, würden sie ihre Gesetze kennen, garnicht möglich sind.
Bestes Beispiel ist Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der jetzt die Blogger enttarnen will. Herr Fridrich – wir haben in Deutschland eine Impressumspflicht, auch für Blogs. Ein Klick auf den Impressum-Link, und der Blogger ist enttarnt. Und nur zur Info, die meisten Blogger führen auch noch eine Über mich Seite, auf der ein paar Eckdaten zur Person beschrieben sind. Alternativ gibt es eine kleine Infobox über den Autor in der Sidebar.
Weiterlesen: Die Politik und das Internet: Friedrich will Blogger enttarnen …
Um ein wenig Unterhaltung in das Sommerloch zu bringen, befasst sich dieser Artikel mit zwei nicht ernstzunehmenden Tools für Suchmaschinen Optimierer. Eines davon ist PR-O-MATIC welches aus ein paar Angaben eine Pressemitteilung erstellt. Das zweite Tools ist der BlaBlaMeter der einen beliebigen Text auf hohle Phrasen untersucht, und mit einem Bullshit-Index bewertet.
Würde der BlaBlaMeter auch noch Zitate und Fußnoten auf Korrektheit prüfen können, wäre es das ultimative Tool für Volksvertreter (Politiker) mit ambitionen auf einen Doktortitel. Sollte die Doktorarbeit einen Bullshit-Index <0,50 aufweisen, kann gleich die Werbetrommel mittels unzähliger Pressemitteilungen dank PR-O-MATIC gerührt werden.
Keine Angst, dass funktioniert, und Google indexiert das sogar.
Folgt man URL’s wie:
http://www.google.com/Top/World/Deutsch/Kultur/Musik/Genres/Blasmusik/,
so erhällt man folgende Mitteilung angezeigt:
Google Directory is no longer available.We believe that Websuche is the fastest way to find the information you need on the web.
If you prefer to browse a directory of the web, visit the Open Directory Project at dmoz.org
Das liegt nicht daran, dass Google etwas gegen Blasmusik hat, sondern einfach daran, dass Google sein Verzeichnis eingestellt hat.
Das macht auch durchaus Sinn, den das Google-Verzeichnis war nur eine Kopie des Open Directory Project at dmoz.org. Duplicate Content auf mehreren Google-Domains, und das mag Google doch eigentlich überhaupt nicht.

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