So tragisch die Terror-Attacke von Norwegen auch ist, das, was die Politik hierzulande einmal mehr für abstruse Vorstellungen darüber hat, wie terroristische Anschläge im Internet geboren und verbreitet werden, zeigt, dass die Herrschaften nicht die leiseste Ahnung vom Web 2.0 haben. Schlimmer noch, sie stellen Behauptungen auf, die, würden sie ihre Gesetze kennen, garnicht möglich sind.
Bestes Beispiel ist Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der jetzt die Blogger enttarnen will. Herr Fridrich – wir haben in Deutschland eine Impressumspflicht, auch für Blogs. Ein Klick auf den Impressum-Link, und der Blogger ist enttarnt. Und nur zur Info, die meisten Blogger führen auch noch eine Über mich Seite, auf der ein paar Eckdaten zur Person beschrieben sind. Alternativ gibt es eine kleine Infobox über den Autor in der Sidebar.
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Das System schlägt zurück. Nach der Veröffentlichung der US-Diplomatendepeschen durch Wikileaks dreht
Paypal jetzt den Geldhahn zu. Es wird vermutet, dass dies auf Druck der US-Regierung auf Ebay, dem Eigentümer von PayPal, geschehen ist.
Sicherlich kann man die Veröffentlich der geheimen Diplomaten Korrespondenz durchaus kritisch betrachten. Und dass Diplomaten Einschätzungen über Politiker von befreundeten, und auch verfeindeten, Regierungen anfertigen ist nichts ungewöhnliches.
Doch im Fall der veröffentlichen Dokumente fehlt es bei diesen Einschätzungen schlichtweg an Respekt. Und das ist der eigentliche Skandal. Schließlich sollte der Bürger davon ausgehen, dass Diplomaten, die mit dem Steuergeldern der Bürger entlohnt werden, auch entsprechend gebildete Persönlichkeiten sind.
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