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Hallo Ronald Pofalla – “Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen.”


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Das Politiker gelegentlich in ein Fettnäpchen treten, ist spätestens seit Helmut Kohl auch im letzen Winkel der Nation bekannt. Doch das was sich Ronald Pofalla mit “Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen” oder “Lass mich mit so einer Scheiße in Ruhe” geleistet hat, ist kein Fettnäpfchen mehr. Das ist ein riesen Scheißhaufen, in den sich Ronald Pofalla da gesetzt hat.

Es wird sicherlich sehr spannend, wie Ronald Pofalla sich von dieser Scheiße befreien will, und wie er diesen üblen Geruch loswerden wird, wenn überhaupt.

Sympathisch war mir Ronald Pofalla noch nie, aber jetzt wäre ich doch froh, wenn ich seine Fresse nicht mehr sehen müsste.


Kürbisköpfe in Berlin

Geahnt hatte ich das ja schon immer, dass so manch einer der “Leistungsträger” unserer Nation nix als Kürbiskerne im Kopf hat.

Doch dass sich ein Kanzleramtsminister so blamabel als Kürbiskopf outet, damit hab ich nicht gerechnet.

Wie soll ich diese Worte aus dem Mund eines Ministers Ronald Pofalla meinen Kindern erklären, wo ich denen doch immer sehr streng den gebrauch von Kraftausdrücken untersage. Wie soll ich ihnen erklären, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Kanzleramtsminister Ronald Pofalla nicht umgehend vor die Tür gesetzt hat, und klar und deutlich gesagt hätte, das soetwas in Regierungskreisen nicht geduldet wird.

Doch wenn wir uns an die von Wikileaks veröffentlichten Diplomaten Depechen erinnern, dann scheinen schlechte Manieren politisch korrekt, wenigsten geduldet, zu sein.

Ein Kürbiskopf für Ronald Pofalla

simsalaseo_icon_128Wer den Schaden hat, braucht sich um den Spott nicht zu sorgen, sagt der Volksmund. Um dem noch mehr aussagekraft zu verleihen, bekommt Ronald Pofalla einen gratis Kürbiskopf mit Hut von mir verliehen.

Wohl gemerkt – Das ist keine Auszeichnung, keine Ehre und kein Preis!

Wer ist Ronald Pofalla eigentlich?

Schauen wir doch einmal bei Wikipedia nach, wer denn dieser Ronald Pofalla eigentlich ist.

Ausbildung

Nach der Mittleren Reife 1975 an der Hauptschule Weeze besuchte Pofalla die Fachoberschule für Sozialpädagogik in Kleve, an der er 1977 die Fachhochschulreife bestand. Danach studierte er Sozialpädagogik an der Fachhochschule Düsseldorf. 1981 beendete Pofalla zunächst sein Studium der Sozialpädagogik mit dem Diplom (FH), um im Anschluss daran noch ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln aufzunehmen, das er 1987 mit dem ersten Staatsexamen beendete. Nach dem Referendariat legte er 1991 auch das zweite Staatsexamen ab und ist seitdem als Rechtsanwalt zugelassen. Er arbeitete für die Anwaltskanzlei Holthoff-Pförtner in Essen, deren Sozius er mittlerweile ist.

Das sieht ja noch nach einer ordentlichen, mit Fleiß erworbenen, Karriere aus, wäre da nicht im nächsten Abschnitt zu lesen:

Schon während seiner Studienzeit wurde Pofalla vom Unternehmer Bernhard Josef Schönmackers gefördert, der im Kreis Kleve Entsorgungs- und Umweltfirmen betrieb. Schönmackers wurde – nach eigenen Angaben – vom damaligen Gemeindedirektor Wienen „um eine Förderung bzw. Unterstützung des Studiums des Herrn Pofalla gebeten“. Pofalla wurde danach über mehrere Jahre mit 1200 bis 1300 DM monatlich unterstützt. „Sinn und Zweck unserer Zusammenarbeit war es grundsätzlich, Herrn Pofalla für sein Jurastudium eine gewisse finanzielle Basis zu geben“, allerdings auch „politische Kontakte“ zu knüpfen, sowie die Bearbeitung von Fragen des Miet- und Arbeitsrechts. Die weitere Zusammenarbeit mit Ronald Pofalla hat nach Angaben Schönmackers dann aber auch in „der politischen Unterstützung des Aufbaus und der Erweiterung unseres Betriebes“ bestanden.

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Parteilaufbahn

Pofalla ist seit 1975 Mitglied der CDU. Hier engagierte er sich zunächst in der Jungen Union, deren Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen er von 1986 bis 1992 war. Von 1991 bis 2007 war er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Kleve (seither Ehrenvorsitzender) und seit 2000 auch des CDU-Bezirksverbandes Niederrhein. Pofalla gehört außerdem seit 1995 dem CDU-Landesvorstand in Nordrhein-Westfalen an.

Am 5. Dezember 2005 wurde er vom CDU-Bundesvorstand als CDU-Generalsekretär benannt und am 27. November 2006 vom 20. Bundesparteitag in Dresden mit 80,78 % der Stimmen offiziell gewählt. Sein Nachfolger wurde im Oktober 2009 Hermann Gröhe aus Uedem.

Beleidigende Äußerungen von Pofalla

Ronald Pofalla ist also kein Ersttäter, wenn Wikipedia ihm dafür einen eigenen Abschnitt gewährt.

Pofalla erlangte auch Bekanntheit durch überschäumendes Temperament, wie z. B. 2009 mit dem damaligen FDP Generalsekretär Dirk Niebel, 2010 bei Guttenberg. Am 26. September 2011 äußerte er im Anschluss an eine Sitzung der NRW-Landesgruppe, in der auch der erweiterte europäische Rettungsschirm besprochen wurde, gegenüber dem MdB Wolfgang Bosbach u. a.: “Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen. Ich kann deine Scheiße nicht mehr hören.” Einen Verweis Bosbachs auf das Grundgesetz bürstete Pofalla ab mit der Bemerkung: “Lass mich mit so einer Scheiße in Ruhe”, wie der FOCUS berichtete.

Anzumerken ist noch, dass er Dirk Niebel in aller Öffentlichkeit heftig anschrie, und Karl-Theodor zu Guttenberg als Rumpelstielzchen bezeichnete.

Also Herr Kanzleramtsminister Ronald Pofalla

“Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen. Ich kann deine Scheiße nicht mehr hören.”

Ich hoffe Sie wissen was zu tun ist.

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Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 04. Oktober 2011 um 11:13 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Off Topic abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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4 Kommentare

  1. Mit dem Wortschatz eines SA-Parteigängers hat CDU-Minister Ronald Pofalla
    den mutigen Herrn Bosbach beschimpft. Dies macht den inneren Zustand der
    FDP/CDU-Regierung unseres Landes deutlich: Geltungsdrang, Ellenbogen-
    mentalität, Aufschneiderei, Lügen, Betrug. Das sind die intimsten Begleiter unserer Politiker (Guttenberg, Koch-Mehrin, Chatzimarkakis usw.).
    Wielange sollen wir Bürger derartige Versager in diesem
    parlamentarischen Demokratismus noch ertragen?!

    Kommentar: Pauli – 04. Oktober 2011 @ 11:29

  2. Werte wie Anstand, Moral, Respekt etc. sind nicht nur in der Politik abhanden gekommen, auch beim Fussball z.B. findet man ähnliche Entgleisungen.

    Mobbing, Leistungsdruck und Gier bestimmen die Wirtschaft, und wenn die Herren “Leistungsträger” dan versagen, muss der Steuerzahler es richten.

    Es ist ein grosses Trauerspiel, die hochgelobte Demokratie. Wir sind ja nach Meinung der Politiker als Volk zu dumm, um bestimmte Dinge zu verstehen, und dürfen über so wichtige Dinge wie 221 Mrd. Euro nicht als Volk abstimmen, diese 221 Mrd Euronen aber im Zweifelsfall bezahlen.

    Kommentar: alles-mit-links – 04. Oktober 2011 @ 12:04

  3. Ich kann mich dem oben gesagten nur anschließen. Leute wie der Pofalla gehören aus dem Amt gejagt. Auch die Rente für die Zeit als Abgeortneter sollte gestrichen werden. Was sind das denn für Zustände, wenn man einem vernünftig denkendem Kollegen sowas an den Kopf wirft. Das sind Mafia-Methoden, und Frau Merkel sollte das schleunigst einen Schlußstrich ziehen, und sich klipp und klar von solchen Methoden distanzieren.

    Kommentar: Jens – 04. Oktober 2011 @ 19:37

  4. [...] ein Ventil vererbte, mit dem man problemlos jeglichen Frust über die europäischen Politiker, wie Ronald Pofalla (Tri-tra-Poffala Ronald Trullalla), obwohl der doch eher nur die Nation blamiert, als bei der [...]

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