Nanu – ganz neue Töne hier im Blog? Ja! Eigentlich soll diese Blog politikfrei sein, und auch bleiben, aber manchmal gibt es Dinge anzuprangern, egal wo, egal wie.
Als Bewohner einer dieser weißen Flecken bei der Versorgung mit hochgeschwindigkeits Internetanschlüssen muss ich jetzt doch einmal Dampf ablassen. Dabei geht es nicht einmal darum, ob ich selber DSL bekommen kann, oder nicht, viel mehr regt mich auf, wie dieses nicht zustand gekommen ist.
Vorne weg – ich bin freiwillig in ein Haus in grüner Natur gezogen, und war mir durchaus bewusst darüber, kein DSL bekommen zu können, auch wenn mein Nachbar, dem ich auf den Hof schauen kann, einen DSL Anschluß hat. Der hängt an einem anderen Ortsnetz, und hat auch eine andere Vorwahl.
Vor 2 Jahren gab es eine Umfrage seitens der Gemeinde zu dem Bedarf an hochgeschwindigkeits Internetanschlüssen in unserem, und auch anderen, Ortsteil.
Nach der Auswertung würde dann öffentlich bekannt gegeben, dass, dank des Konjunkturpaket der Bundesregierung, auch unser kleine Ortsteil mit DSL versorgt werden soll.
Ohne zweifel stand damals bereits fest, dass sich die notwendigen Investitionen in neue Verteilerkästen niemals amortisieren würden, aber dafür sind staatliche Fördergelder letztendlich da.
Angedacht war der DSL-Anschluß für frühestens Ende 2010, eher aber wohl im Jahr 2011. Das bedeutete warten, noch weiter mit der ISDN-Kanalbündelung zu surfen und vorallem, sich nicht um alternativen kümmern zu müssen.
Jetzt, es ist Ende 2010, wird öffentlich bekannt gegeben, dass unser Ortsteil doch nicht für hochgeschwindigkeits Internetanschlüssen ausgebaut werden wird, da sich die Kosten niemals decken würden. Aha – Das wussten doch alle Parteien schon bei der Ankündigung, dass der Ausbau gemacht wird.
Da steht man nun vor dem Scherbenhaufen. Im Vertrauen auf die Richtigkeit, und Verbindlichkeit, der Aussagen von Land, Landkreis und Gemeinde, habe ich möglich alternativen ausgelassen. Ein grosser Fehler, im Nachhinein gesehen.
Ich hätte die jetzt notwendig geworden Investitionen in einen Router für mehrere DSL-Leitungen dann gleich gemacht, in der Wirtschaftskriese, und wäre 1 1/2 Jahre deutlich produktiver gewesen, hätte mehr Umsatz gemacht, und so, wenn auch nur marginal, für ein volleres Staatssäckel gesorgt.
Diese Investitionen hätte ich natürlich wie immer ohne jegliche Fördergelder und Investitionshilfen getätigt.
Jetzt darf ich diese Investitionen doch tätigen, habe zukünftig deutliche Mehrkosten gegenüber Konkurenten und muss über Steuern auch noch für das Konlunkturpaket bezahlen.
Das ist eine Sauerei
Jetzt stelle ich mir natürlich die berechtigte Frage, ob das Land, der Landkreis, und vorallem das ausführende Unternehmen, die Fördergelder, die ja für den gesammten Ausbau bewilligt wurden, wenigsten teilweise zurückgeben.
Das wäre doch eigentlich das mindeste, was zu erwarten wäre, doch bin ich mir sicher, dass das Geld, auch mein Geld, anderen zugute kommt.
Das ist eine Sauerei
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