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10 Gründe die gegen WordPress bei SEO-Projekten sprechen


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Ich bin inzwischen sehr dafür, WordPress für fast alle Arten von Web-Projekten einzusetzen. Das liegt nicht nur daran, dass WordPress sowohl als Blog, wie auch als Content-Management-System, sehr gut geeignet ist, sondern auch daran, dass ich mich so auf ein System konzentrieren kann.

So wird man mit jedem Projekt besser und lernt immer neue Optimierungs-Möglichkeiten dazu, was gerade bei Kunden-Projekten in meinen Augen sehr wichtig ist.

Es gibt aber auch andere Meinungen zu WordPress und SEO-Projekten, und mit einer solchen möchte ich mich hier heute einmal auseinander setzen.



Simon Erdem schreibt in seinem Blog über die 10 Gründe warum WordPress eigentlich kein gutes SEO-CMS ist.

Bei einigen Punkten hat er da auch recht, andere lassen sich aber sehr gut abschalten, so das die gemachten Aussagen hinfällig werden.

Seinen ganzen Beitrag kannst du hier lesen: 10 Gründe die gegen WordPress bei SEO-Projekten sprechen

Hier die 10 Gründe warum WordPress eigentlich kein gutes SEO-CMS ist:

Archive machen keinen Sinn. Sie halten zwar alte Beiträge am Leben jedoch sind sie für ein thematisches Clustering kontraproduktiv.

Das trift auf das Monatsarchiv sicherlich zu, und ich halte dieses Archiv auch nur für wirkliche Web-Tagbücher sinnvoll. Bei Themen-Blogs, oder bei Webseiten die WordPress als CMS nutzen, hat das Monatsarchiv eigentlich nichts zu suchen.

Für das Tagarchiv (TagCloud) trifft die Aussage nur noch bedingt zu, da die Themenrelevanz gegeben ist.

Nicht zutreffend halte ich die Aussage bei den Kategorie-Archiven, da dieses beim organisieren der Themen enorm Hilfreich ist.

Startseitenlinks zu /beitragsname/#comments übertragen “sinnlose” Keywords im Ankertext. [1].

Das Thema Kommentare ist so ein zweischneidiges Schwert. Ein Blick in Googles Webmaster-Tools unter Keywords zeigt das Problem nur all zu deutlich.

Bei reinen CMS-Seiten deaktiviere ich daher die Kommentarfunktion normalerweise, oder setzt die Kommentar-Möglichkeit einzel bei den Beiträgen.

Kommentarlinks zu /beitragsname/#comment-1234 übertragen “sinnlose” Keywords im Ankertext.

Hier gilt das gleiche wie vorher schon geschrieben. Nutz man die More-Funktion (<– more –>) von WordPress, werden auch hier nicht sonderlich sinnvolle Links erzeugt.

Es ist aber durchaus Möglich, dieses Problem direkt im WordPress-Core zu beheben, sofern der Etat des Projekts den Aufwand rechtfertigt.

10 Beitraglinks auf der Startseite bei maximal täglichen Aktualisierungsintervallen sind zu hoch. Bei Blogs die täglich 2-3 Artikel veröffentlichen macht dies durchaus Sinn. Wird aber nur alle paar Tage ein Artikel veröffentlicht wäre es besser die Startseite nach anderen Kriterien zu gestalten.

Das ist kein Grund gegen WordPress als Content-Management-System (CMS), da sich die Anzahl der angezeigten Beiträge einstellen lässt.

Bei nicht Blogs nutze ich sowieso immer eine WordPress-Seite als Startseite, die Blogbeiträge sind dann über einen Link wie Aktuelles, News oder auch Blog, zu erreichen.

Die Verteilerseiten (Tags, Archive, Kategorien) enthalten standardmäßig keinen Content und erzeugen damit entweder Duplicate Content Probleme (bei Anzeige der Artikel in voller Länge) oder algorithmische PR n/a Penalties (bei starker Kürzung der Artikel).

Auch hier gilt wieder der Einwand, dass dieser Punkt nur zutrifft, wenn WordPress als Blog betrieben wird. Nutzt man dagegen WordPress als CMS, so wird mann mehr mit WordPress-Seiten, als mit WordPress-Artikeln arbeiten.

Google zum Beispiel kann bei internen Duplicate Content ganz gut damit umgehen, und nimmt die einzelnen Beiträge in den Index auf.

Das die Verteilerseiten sehr häufig PR n/a anzeigen liegt, meiner Meinung nach, eher daran, dass sich die Seiten recht häufig ändern. Neue Beiträge kommen hinzu, und die älteren Beiträge wandern auf Seite 2, 3, etc.

Werden die Verteilerseiten auf noindex,follow gesetzt vergeudet man kostbare Crawlloops. Idealerweise müsste jede dieser Seiten eigenen Content und eigene Rankings aufweisen.

Zu diesem Punkt habe ich ehrlich gesagt keine richtige Meinung. Ich persönlich halte von noindex in Web-Projekten nichts.

Wenn sich in ausgewählten Beiträgen die Kommentare anhäufen (ich habe schon Blogs gesehen mit mehr als 5000 “echten” Kommentaren) gibt es keine Möglichkeit die dadurch theoretisch möglichen neuen Keywordräume in vollen Zügen auszuschöpfen, da die Kommentare nicht kategorisiert und gegliedert werden können. (linear statt interaktiv).

Wie oben schön erwähnt, kann man das Thema Kommentare bei WordPress als Content-Management-System sehr gut umgehen.

Nutzt man WordPress als Blog, bieten die möglichen neuen Keywordräume durch die Kommentare eine sehr gute Quelle für neue Beiträge.

Es hängt also mehr an der eigenen Kreativität, als an WordPress, welche Möglichkeiten man für sein SEO-Projekt nutzt.

WordPress bietet keine suchmaschinenfreundliche Variante Bildergalerien einzubinden.

Mit dem PlugIn WP Photo Album habe ich da duraus gute Erfahrungen sammeln können. Sicherlich wäre es schön, den Bildern noch Text hinzufügen zu können, aber das PlugIn läuft komplett in der Seite, was ich persönlich besser finde, als wenn sich für die Bilder-Anzeige extra Fenster öffnen.

Widgets lassen sich nicht so einstellen, dass sie nur in bestimmten Seitenbereichen wie z.B. nur auf der Startseite oder nur innerhalb eines Beitrags erscheinen. Dies wäre insbesondere für die Blogroll sinnvoll um nicht unnötig Linkjuice zu verschwenden aber auch auf Artikelebene gebe es Einsatzbereiche. Z.B. um Links im Sidebarbereich für eine bessere themenrelevantere Direktverlinkung der Artikel untereinander einzusparen.

Diese Aussage kann man so nicht stehen lassen. Mit ein wenig Programmieraufwand kann man das über die Möglichkeiten eines Themes durchaus lösen. Die Links lassen sich bei WordPress von Haus aus kategoriesieren, und diese hinterlegten Informationen lassen sich wiederum für die kategoriegerechte Ausgabe der BlogRoll nutzen.

Der Aufbau des title-tags (Beitrag – Kategorie – Blogname) ist aus SEO-Gesichtspunkten nicht nachvollziehbar. Besser wäre es hier Linktext und title-tag eines Beitrags getrennt voneinander zu erzeugen um eventuelle rechte Nachbarn das Suchbegriffs manuell im Titel unterzubringen.

Dieses Problem sehe ich nicht. Da ist es schon eher problematisch, dass viele WordPress-Themes das H1-Tag für den Blognamen verwenden. Für die Überschriften bleibt so nur noch H2, H3 … übrig.

Wer hier das Optimum haben will, kann den Blognamen per Grafik darstellen und das Thema auf die Folge H1, H2, etc hin anzupassen.

Im Beitrag WordPress Seiten-Titel gibt es weitere Informationen dazu.

Fazit

Es ist ohne Zweifel so, dass ein nacktes WordPress keine “Super-SEO-Waffe darstellt”. Doch mit ein paar Anpassungen und ein paar nützlichen PlugIns lässt sich WordPress für eine Vielzahl von Web-Projekten nutzen. Sicher hat WordPress von Haus aus ein paar Macken, aber keine davon ist massiv, dass sie sich nicht umgehen lässt.

Der grösste Vorteil, der für WordPress bei vielen Web-Projekten spricht, ist der, dass man sich immer in der selben Arbeitsumgebung befindet, und die gesammelten Erfahrungen aus vorangegangenen Projekten für neue nutzen kann.

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Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 24. August 2010 um 10:48 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Bloggen mit WordPress abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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5 Kommentare

  1. “Die Verteilerseiten (Tags, Archive, Kategorien) enthalten standardmäßig keinen Content und erzeugen damit entweder Duplicate Content Probleme (bei Anzeige der Artikel in voller Länge) oder algorithmische PR n/a Penalties (bei starker Kürzung der Artikel).”

    ->Canonical Tag schafft abhilfe, oder liege ich da falsch?

    “Werden die Verteilerseiten auf noindex,follow gesetzt vergeudet man kostbare Crawlloops. Idealerweise müsste jede dieser Seiten eigenen Content und eigene Rankings aufweisen.”

    Diese Option kann mit beispielsweise wpSEO individuell gesteuert werden – außerdem hat das weniger mit Wordpress als der Konfiguration zu tun.

    “Der Aufbau des title-tags (Beitrag – Kategorie – Blogname) ist aus SEO-Gesichtspunkten nicht nachvollziehbar. Besser wäre es hier Linktext und title-tag eines Beitrags getrennt voneinander zu erzeugen um eventuelle rechte Nachbarn das Suchbegriffs manuell im Titel unterzubringen.”

    -> kann ebenso mit wpSEO einfach behoben und individualisiert werden.

    Vielen Dank für deine Kommentare und diese spannende Auflistung :) Finde allerdings einige der 10 Gründe sehr fragwürdig. In meinen Augen kann man KEIN System roh stehen lassen, ein bisschen nachjustieren ist immer notwendig. Alternativ zu Wordpress empfehle ich ModX als schmales CMS für kleinere Projekte.

    Kommentar: Alex – 24. August 2010 @ 11:29

  2. Finde ich gut, dass auch kritische Stimmen diskutiert werden. Ich bin aber auch der Meinung, dass es für alle Argumente bereits Lösungen gibt.

    @alex wpSEO ist tatsächlich ein super Tool um Wordpress SEO mäßig aufzupimpen. Das Canonical Tag ist eine unverzichtbare Erweiterung, um doppelten Content zu vermeiden.

    Kommentar: Ben – 24. August 2010 @ 11:39

  3. @alex

    ->Canonical Tag schafft abhilfe, oder liege ich da falsch?

    Das denke ich auch. Allerdings verschlechtert es wiedereum das Verhältnis Content zu Quelltext und ich weiss noch nicht welches Übel da grösser ist.

    wpSEO werd ich mir mal ansehen.

    Kommentar: alles-mit-links – 24. August 2010 @ 12:23

  4. also ich hänge mich da mal hinten dran mit der meinung das wordpress durchaus sehr gut für seo optimierte seiten einzusetzten ist! wenn sich ein wenig mit dem system und der thematik befasst, ist ein standard wp innerhalb relativ kurzer zeit (die wichtigsten dinge je nach eingesetztem theme in ca. 1 std.) seo tauglich.
    ich bin jedoch eher für handarbeit und halte viele plugins, auch wpseo, für absolut überflüssig. für alle die nicht so firm mit dem system sind, ist es jedoch eine gute einstiegshilfe die die wichtigsten dinge erledigt, aber das system unnötig aufpustet.
    und man sollte google nicht unterschätzen, google kann inzwischen sehr gut mit dc etc. umgehen, kennt den aufbau von wp blogs sehr gut und es gibt genug beispiele wo auch standard wp blogs recht gut ranken. ok, der title sollte wenigstens angepasst werden, aber hier tut es auch ein kleineres plugin wie all in seo.

    Kommentar: Jim – 20. Oktober 2010 @ 23:25

  5. Wir haben eigentlich viele Projekte und einst mit Joomla begonnen, was SEO-technisch sicher nicht so der Kracher ist. Wir sind schliesslich auf Wordpress umgestiegen, weil es sehr viel schneller einzurichten ist, die Plugins sind immer gleich, und wie Du schon richtig sagst kann man gewonnene Erfahrungen immer wieder einfliessen lassen und neu dazu lernen. Gerade für “Anfänger” ist Wordpress meiner Meinung nach das perfekte CMS und Blog-System, auch in Sachen SEO. All-in-one-Seo ist absolut zu empfehlen und genügt imho völlig.

    Kommentar: Mario – 10. Dezember 2010 @ 12:37

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